{"id":227,"date":"2021-02-07T13:51:49","date_gmt":"2021-02-07T13:51:49","guid":{"rendered":"https:\/\/mens-sana-in-corpore-sano.com\/?p=227"},"modified":"2021-02-07T13:51:51","modified_gmt":"2021-02-07T13:51:51","slug":"wir-muessen-uns-selbst-um-unsere-gesundheit-kuemmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zenon.academy\/?p=227","title":{"rendered":"Wir m\u00fcssen uns selbst um unsere Gesundheit k\u00fcmmern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Experten zu vertrauen ist eine schlechte Idee. Der nachstehende Beitrag erschien bereits zuvor auf www.misesde.org und www.ef-magazin.de. Am Beispiel der immer noch vielfach propagierten Empfehlung bevorzugt Kohlenhydrate zu essen und Fett zu meiden, zeigt der nachstehende Beitrag auf, welches Zusammenspiel von Staat, Lobbygruppen, Wissenschaft und Medien hinter vermeintlichen Wahrheiten in Gesundheitsfragen steckt.<br>(Der Beitrag erschien zuerst auf <a href=\"http:\/\/www.misesde.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.misesde.org<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.ef-magazin.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.ef-magazin.de<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Staatliche Ern\u00e4hrungspolitik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wie Staat und &#8222;Experten&#8220; eine artgerechte Ern\u00e4hrung des Menschen verhindern<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Lebensbereich, in den sich der Staat neben vielen anderen einmischt, ist die Ern\u00e4hrung. Im Rahmen des staatlichen Gesundheitssystems geschieht dies schon lange auf eher latente Art. In letzter Zeit werden jedoch politische Forderungen nach st\u00e4rkeren offenen Eingriffen laut. Neben zum Beispiel Steuern auf fette Nahrungsmittel ist der neueste Schrei im Rahmen der Volkserziehung die Einf\u00fchrung von sogenannten \u201cVeggie Days\u201d.<br>Aus freiheitlicher Sicht, stellen sich hier mehrere Fragen: Kann es \u00fcberhaupt gerechtfertigt sein, dass der Staat in die Ern\u00e4hrung der Menschen eingreift? Und was sind die Ursachen und Folgen staatlicher Eingriffe in die menschliche Ern\u00e4hrung? Dieser Beitrag betrachtet hierzu zun\u00e4chst inwieweit die politischen Forderungen mit der wissenschaftlichen Faktenlage im Einklang stehen und widmet sich danach der Geschichte und dem Prozess staatlicher Ern\u00e4hrungspolitik.<br>Wir sto\u00dfen dabei auf ein lehrbuchm\u00e4\u00dfiges Beispiel f\u00fcr staatlichen Interventionismus, sich selbst ausweitende B\u00fcrokratie und Korporatismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer heute an einer der typischen sogenannten Zivilisationskrankheiten \u2013 also Diabetes, \u00dcbergewicht, erh\u00f6htem Blutdruck, Atherosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Schlaganfall, zusammen auch als Metabolisches Syndrom bezeichnet, oder auch Krebs &#8211; leidet, wird von \u00c4rzten, gesetzlichen Krankenkassen und von diesen finanzierten Ern\u00e4hrungsberatern h\u00e4ufig dazu angehalten, den Weg einer ges\u00fcnderen Ern\u00e4hrung einzuschlagen. Als gesund wird \u00fcblicherweise eine Ern\u00e4hrung propagiert, die vor allem auf einem hohen Anteil Kohlenhydraten und weitgehendem Verzicht auf besonders tierischem Fett basiert. Im Sinne der gesundheitlichen \u201cPr\u00e4vention\u201d wird in der \u00f6ffentlichen Diskussion konsequenterweise auch gesunden Menschen laufend der Verzicht auf Fleisch und alles Tierische als erstrebenswert dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sieht man sich die medizinische und ern\u00e4hrungswissenschaftliche Faktenlage an, kommen jedoch schnell Zweifel an den Weisheiten, die hier verbreitet werden. Besonders hervorzuheben sind die Arbeiten des deutschen Ern\u00e4hrungswissenschaftlers Nicolai Worm und des amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Gary Taubes. Sie haben unabh\u00e4ngig voneinander fundiert die Grundlagen einer artgerechten Ern\u00e4hrung des Menschen herausgearbeitet. Ihre Argumentation gen\u00fcgt Aspekten der Biochemie, empirischen Befunden und der Evolution.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den Ursachen aller Zivilisationskrankheiten kristallisiert sich als zentrales Element ein entgleister Kohlenhydratstoffwechsel heraus. Dabei besteht ein Teufelskreis aus hohem Kohlenhydratkonsum und einer immer st\u00e4rkeren Insulinresistenz, die zu mangelnder F\u00e4higkeit zur Zuckerverwertung bis hin zur Diabetes f\u00fchren. Es ist ein Irrglaube, dass fettes Essen fett mache. Tats\u00e4chlich werden im wesentlichen die \u00fcbersch\u00fcssigen Kohlenhydrate aus der Nahrung als K\u00f6rperfett gespeichert. Evolution\u00e4r gesehen ist dies ein n\u00fctzlicher Prozess unter der zu Urzeiten herrschenden h\u00e4ufigen Nahrungsknappheit. Da der K\u00f6rper ben\u00f6tigten Zucker zudem jederzeit aus Eiwei\u00df selbst herstellen kann, sind Kohlenhydrate im \u00dcbrigen kein essentieller N\u00e4hrstoff. Eine Ausnahme bilden allenfalls Leistungssportler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz anders sieht es mit einigen Aminos\u00e4uren (Eiwei\u00dfbausteinen) und Fetts\u00e4uren aus. Au\u00dfer als Energielieferant, dienen diese unter anderem auch dem Aufbau von Muskulatur, der Bildung von Enzymen und Hormonen sowie als Baustein f\u00fcr das Wachstum und die laufende Regeneration des K\u00f6rpers. Sie kommen vor allem in tierischen Nahrungsmitteln vor. Anders als vielfach geglaubt, enth\u00e4lt Fleisch im \u00dcbrigen vor allem unges\u00e4ttigte und wenig ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren. Erw\u00e4hnt werden m\u00fcssen vor allem die insbesondere in Kaltwasserfisch enthaltenen Omega 3-Fetts\u00e4uren, die Blutdruck und Herzschlag regulieren und entz\u00fcndungshemmend wirken. Das gef\u00fcrchtete&nbsp;Cholesterin ist ein wichtiger Ausgangsstoff unter anderem f\u00fcr die Bildung von Steroidhormonen. Wer seinen Cholesterinspiegel senken will, kann damit ungewollt sein hormonelles Gleichgewicht schwer aus dem Lot bringen. Was volkst\u00fcmlich als schlechtes (LDL) und gutes Cholesterin (HDL) bezeichnet wird, sind tats\u00e4chlich sowieso eigentlich Lipoproteine, Transportmolek\u00fcle f\u00fcr Fett. Eine Ursache der genannten Zivilisationskrankheiten ist nicht deren absolute H\u00f6he, sondern wenn ihr Mengenverh\u00e4ltnis aus dem Ruder ger\u00e4t. Daf\u00fcr ist, man kann es ahnen, nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Fettkonsum, sondern \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Kohlenhydratkonsum verantwortlich. Eine eigene Erw\u00e4hnung wert ist an dieser Stelle noch das unter Einfluss von UVB-Strahlen der Sonne aus Cholesterin gebildete Vitamin D. Es st\u00e4rkt die Knochen und das Immunsystem, wirkt positiv auf den Zuckerstoffwechsel und den Kreislauf. Au\u00dferdem ist Vitamin D krebshemmend, da es den programmierten Zelltod steuert. Der Rat, nur mit UV-Schutz an die Sonne zu gehen, kann also langfristig zu schweren gesundheitlichen Problem f\u00fchren. Es ist besser ohne Sonnenschutz an die Sonne zu gehen \u2013 gerade so lange, wie dies m\u00f6glich ist, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigen Vitamine der B-Familie sind in nennenswerten Mengen nur in Fleisch enthalten und damit in der Natur nur zusammen mit tierischem Eiwei\u00df und Fett zu erhalten. Zur Versorgung mit allen anderen Vitaminen sollte die Ern\u00e4hrung daneben aus Gem\u00fcse (fast alle Sorten sind kohlenhydratarm) und Obst (s\u00fc\u00df, dank der Ballaststoffe aber mit geringer Blutzuckerwirkung) bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend lautet die Erkenntis, dass vor allem Kohlenhydrate zu meiden sind, die einen schnellen und starken Blutzuckeranstieg bewirken (Zucker, Wei\u00dfmehl, Reis, Pasta etc.). Eiwei\u00df und Fett aus tierischen Quellen sind denjenigen aus pflanzlichen Quellen vorzuziehen. Die Verwertbarkeit ist in der Regel besser und zum Beispiel einige Fetts\u00e4uren m\u00fcssen erst von der pflanzlichen in die tierische Variante umgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicolai Worm und Gary Taubes haben dies in ihren B\u00fcchern mit hunderten wissenschaftlichen Quellen untermauert, die dem Leser zur eigenen \u00dcberpr\u00fcfung der Thesen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile erh\u00e4rten sich die Hinweise, dass auch Alzheimer bzw. Demenz auf eine kohlenhydratreiche und fettarme Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Bez\u00fcglich Krebs spricht die Tatsache fast schon f\u00fcr sich, dass sich Krebszellen ausschlie\u00dflich von Zucker ern\u00e4hren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei all diesen Erkenntnissen gilt weiterhin, dass jeder Mensch anders (in diesem Falle genetisch disponiert) ist. Weder Nicolai Worm noch Gary Taubes w\u00e4ren so vermessen, ihre allgemeinen Erkenntnisse auf jeden Einzelnen einfach zu \u00fcbertragen. Jedem fallen spontan Beispiele von Menschen ein, die trotz augenscheinlicher Fehlern\u00e4hrung keinerlei gesundheitliche Probleme entwickeln, und solche, die trotz gesundheitsbewusster Lebensweise schwer erkranken. Vielmehr betonen diese seri\u00f6sen Autoren, dass gerade in der Ern\u00e4hrung Zw\u00e4nge nicht zum Erfolg f\u00fchren. Warum sollte auch eine Ern\u00e4hrung artgerecht sein, zu der man die Menschen mangels Genuss per Gesetz zwingen muss?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies bringt uns zur j\u00fcngeren Geschichte staatlicher Ern\u00e4hrungspolitik. Die eingangs erw\u00e4hnten \u00f6ffentlichen Ern\u00e4hrungsempfehlungen gehen zur\u00fcck auf die US-Senatskommission unter Leitung von Senator George McGovern und den 1977 ver\u00f6ffentlichten &#8218;Dietary Goals for the United States&#8216;. Die Kommission&nbsp;wurde im Jahre 1968 zun\u00e4chst zur Behebung der Mangelern\u00e4hrung in den Vereinigten Staaten eingesetzt. Wie f\u00fcr b\u00fcrokratische Institutionen nicht un\u00fcblich, erweiterte sie im Laufe der Zeit ihr Bet\u00e4tigungsfeld und griff die bis dahin rein akademisch gef\u00fchrte Kontroverse um die Frage einer gesunden menschlichen Ern\u00e4hrung politisch auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine zentrale Rolle in dieser akademischen Diskussion spielten die Studien des Biochemikers Ancel Keys, eines Anh\u00e4ngers der These, dass \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Nahrungsfett Herzerkrankungen f\u00f6rdere. Mit seinen angeblich bahnbrechenden Studienerkenntnissen schaffte es Ancel Keys zur Titelgeschichte im TIME Magazine, das den Thesen damit zu einer gro\u00dfen Verbreitung verhalf. Die wissenschaftliche Qualit\u00e4t war indessen zweifelhaft: Ancel Keys hatte schlichtweg in L\u00e4ndervergleichen nur die Zahlen herangezogen, die seine These best\u00e4tigten. Diejenigen Werte, die seine These widerlegten, hatte er verworfen. Organisierte Unterst\u00fctzung kam durch die American Heart Association, die wiederum von der&nbsp;Pflanzen\u00f6l- und Margarineindustrie finanziell unterst\u00fctzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr fr\u00fch wurde die Diskussion auch bereits unter Aspekten der \u201esozialen Gerechtigkeit\u201c gef\u00fchrt. Der Verzicht auf Fleisch und eine pflanzliche Ern\u00e4hrung seien nicht nur ges\u00fcnder, sondern auch die einzige M\u00f6glichkeit die Weltbev\u00f6lkerung zu ern\u00e4hren und das Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle einzuebnen. Es darf an dieser Stelle nicht wundern, dass heutzutage auch&nbsp;behauptet wird, Fleischkonsum&nbsp;sch\u00e4dige das Klima.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ver\u00f6ffentlichung der \u201eDietary Goals\u201c wurde das Thema in der Folge durch das Department of Agriculture und die National Academy of Sciences aufgegriffen. Letztere widersprach den Thesen in einer eigenen Publikation (&#8218;Toward Healthful Diets&#8216;). Doch diese Seite war auf Grund der Unterst\u00fctzung und des Einflusses durch Unternehmen und Branchenverb\u00e4nde angreifbar. Gleichwohl galt dies f\u00fcr beide Seiten der Kontroverse. Letztlich konnten aber die Bef\u00fcrworter einer kohlenhydratreichen, fettarmen Ern\u00e4hrung die Befangenheit der Gegenseite besser f\u00fcr sich nutzen und behielten in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung die Oberhand. Durch das Department of Agriculture wurden so die Empfehlungen der McGovern Kommission schlie\u00dflich zur offiziellen Regierungspolitik erhoben. Damit war eine staatlich erw\u00fcnschte Meinung etabliert. In der Folge wurden von staatlicher Seite Studien beauftragt und finanziert, deren Ziel die Best\u00e4tigung dieser Meinung war. Nicht passende Ergebnisse wurden passend gemacht oder passend interpretiert. Im Jahr 1984 erkl\u00e4rten die National Institutes of Health die akademischen Differenzen schlie\u00dflich f\u00fcr beigelegt. Eine unabh\u00e4ngige wissenschaftliche Forschung war damit zu einem Au\u00dfenseiterdasein verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4ngst ist diese offizielle amerikanische Regierungspolitik auch \u00fcber den Atlantik geschwappt. Was die \u201eDietary Goals\u201c empfehlen, findet in Deutschland seine Entsprechung in den Ern\u00e4hrungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung. Gl\u00fccklicherweise gibt es noch genug Handlungsfreiheit f\u00fcr \u00c4rzte und Ern\u00e4hrungsberater von diesen offiziellen Empfehlungen abzuweichen. Doch h\u00e4ufig wird f\u00fcr die Kosten\u00fcbernahme der Krankenkassen verlangt, dass Therapien mit den offiziellen Empfehlungen konform sein m\u00fcssen. Zudem sind \u00c4rzte und Ern\u00e4hrungsberater mittlerweile durch die Einseitigkeit der Lehre in Richtung der offiziellen Empfehlungen beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Profiteure&nbsp;sind in einem staatlich regulierten Gesundheitswesen Krankenkassen, \u00c4rzte, Krankenhausbetreiber und auch die Pharmaindustrie, sowie die \u201csiegreiche Seite\u201d der Nahrungsmittelindustrie. Die \u00f6ffentlich wahrgenommenen Existenzberechtigung einer gesetzlichen Krankenkasse als b\u00fcrokratische Beh\u00f6rde steigt mit der Schwere und Kostenintensit\u00e4t von Erkrankungen.&nbsp;Die Arbeit eines Arztes oder Pharmazeuten dagegen rechtfertigt sich dadurch, Krankheiten als etwas weitgehend unabh\u00e4ngig von den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden auftretendes zu betrachten, das der Behandlung durch einen Experten bedarf. Krankheitspr\u00e4ventation und<br>\u2013linderung durch eine angepasste Ern\u00e4hrung steht da im Widerspruch zum eigenen Berufsbild. So werden viele Krankheitsf\u00e4lle zu einer nicht mehr endenden Krankheitsgeschichte, da Symptome mit einem Mehr des Ausl\u00f6sers bek\u00e4mpft werden. Es entbehrt nicht einer bitteren Ironie, dass hier sozusagen eine Interventionsspirale an der Gesundheit des einzelnen erkrankten Menschen stattfindet. Der Nahrungsmittelindustrie winken dagegen Subventionen, sofern sie die \u201crichtigen\u201d Nahrungsmittel produziert. Oder zumindest die Besserstellung gegen\u00fcber der Konkurrenz, die wie bereits angedacht, mit neuen Steuern wie der sogenannten Fettsteuer bedacht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal&nbsp;mehr zeigt sich hier die destruktive Wirkung eines korporatistischen Systems. Staatliche Akteure mit paternalistischem Sendungsbewusstsein glauben besser zu wissen, was gut f\u00fcr die Menschen ist als diese selbst. Sie lassen sich von gut organisierten Interessengruppen f\u00f6rdern und finanzieren. Diesen wiederum winken Vorteil und Rendite in Form einer ihnen gewogenen Gesetzgebung und Regulierung. Im Windschatten positionieren sich weitere Profiteure, denen Geld vom Staat winkt. Seien es Forschungsgelder, Subventionen oder eben Krankenkassenbudgets. Dabei handelt es sich nat\u00fcrlich ausnahmslos um zwangsweise eingetriebene Steuern und Abgaben sowie aus dem Nichts geschaffenes Fiat Money. Zuletzt dient das von der Politik geschaffene Problem als Rechtfertigung von neuen Steuern und Lenkungsma\u00dfnahmen. Dass die das Problem eher verst\u00e4rken werden, ist absehbar. In der Ern\u00e4hrungs- und Gesundheitspolitik droht eine weitere sich immer st\u00e4rker drehende Interventionsspirale. Und hier ist mit der Gesundheit der elementarste Aspekt der menschlichen Existenz betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ern\u00e4hrungswissenschaftlichen Grundlagen dieses Artikels konnten nur sehr rudiment\u00e4r dargelegt werden. Zum tieferen Verst\u00e4ndnis empfiehlt sich die nachstehende Literatur:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Taubes, Gary: Good Calories, Bad Calories, 2008<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worm, Nicolai: Heilkraft D, 2009<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worm, Nicolai: Menschenstopfleber, 2013<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worm, Nicolai: Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller, 7. Auflage, 2008<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Experten zu vertrauen ist eine schlechte Idee. Der nachstehende Beitrag erschien bereits zuvor auf www.misesde.org und www.ef-magazin.de. 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